Groß, größer, Ruhrgebiet!

Die Region der Superlative!

Der höchste Wolkenkratzer... das größte Einkaufszentrum... die schnellste Achterbahn... - kann doch jeder ;-)
Wir im Ruhrpott haben da unsere ganz eigenen Superlative. Unabhängig davon, dass wir hier mit mehr als 5 Millionen Einwohnern in der größten Metropolregion Deutschlands wohnen. Einige der "kuriosesten" stellen wir Ihnen gerne vor. Meine Damen und Herren: halten Sie sich fest!

Das größte Einfamilienhaus Deutschlands.

Die Villa Hügel.

Was meinen Sie, über wie viele Zimmer die -offiziell als Einfamilienhaus im Grundbuch der Stadt Essen eingetragene- Villa Hügel verfügt? 50? 100? Weit gefehlt, denn Alfred Krupp ließ sich als Familiensitz satte 269 Zimmer auf 8.100 m² erbauen. Drei Jahre lang waren 450 Erdarbeiter, 300 Maurer und 40 Steinsäger damit beschäftigt, täglich ca. 25.000 Ziegel zu verbauen, bis die Villa 1873 fertig war. Was das heute größte Einfamilienhaus Deutschlands damals gekostet hat? Genau 23.577 Taler, 11 Groschen und 10 Pfennige.

Die längste freihstehende Rolltreppe Deutschlands.

220 Tonnen Stahl.

Ja, da staunen Sie nicht schlecht, was? Die längste und größte freistehende Rolltreppe Deutschlands mit einer Länge von 58 Metern, befindet sich auf dem Essener Welterbe Zollverein. Eineinhalb Minuten dauert die Fahrt, um die 24 Höhenmeter bis zur ehemaligen Kohlenwäsche zu überwinden. Natürlich können Sie alternativ gerne die 136 Stufen zu Fuß zurücklegen. Spaß bei Seite: die im Jahr 2006 eingeweihte gigantische Rolltreppe ist -neben dem cha­rak­te­ris­ti­schen Doppelbock-För­der­turm- der absolute Blickfang auf dem Welterbe-Gelände. Insbesondere in den Abendstunden, wenn die Seitenflanken sowie die Stufen orange-rot beleuchtet sind.

Die meisten Trinkhallen Deutschlands.

Mehr als 12.000 mal Kult im Ruhrgebiet.

Die Frankfurter nennen sie "Wasserhäuschen", die Berliner sagen "Spätis": die Trinkhalle - oder wie wir im Ruhrgebiet sagen: die Bude. Jede dritte davon steht im Pott. Ca. 12.000 bis 15.000 sollen es sein. Genaue Zahlen? Fehlanzeige. Die Bude hat hier einen eigenen Tag, eigene Clubs und sogar eine eigene Wallfahrt. Warum es so viele gibt? Ganz einfach: Leitungswasser war früher ungekocht ein Gesundheitsrisiko. So tranken die Zechen- & Fabrikarbeiter stattdessen Bier oder Schnaps, unterstützt durch die so genannte "Schnapsspende". Um den Alkoholismus einzudämmen förderten die Städte die Einrichtung von Trinkhallen, an denen Mineralwasser und andere alkoholfreie Getränke angeboten wurden. So entstanden die ersten Buden hauptsächlich an Zechen und Fabriken. Und noch heute sind die Buden im Ruhrgebiet Kult und der Ort, wo man sich auf ein Bierchen und ein schnelles (oder auch langes) Schwätzchen trifft.

Das größte Indoor-Tauchbecken Europas.

Tauch Revier Gasometer.

45 Meter Durchmesser, 13 Meter tief und 20 Meter Sichtweite: Im ehemaligen Gasometer des Landschaftspark Duisburg-Nord entstand 1996 das Tauchgasometer, das größte Indoor-Tauchbecken Europas. Selbstredend, dass hier auch ein Tauchtrainingszentrum beheimatet ist, welches fast alle Kurse vor Ort ausbilden kann, denn das Tauch Revier Gasometer ist als Freiwasser anerkannt. Sagenhafte 21 Millionen Liter Wasser warten auf Sie - neben einem künstlichen Riff oder dem Wrack einer Motoryacht gibt es hier einiges zu entdecken. 

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